Warum es sich lohnt Tagebuch zu schreiben

Wir wissen, aller Anfang ist schwer. Dennoch lohnt es sich, die Momente des Lebens in einem Buch festzuhalten

Inspiration Achtsamkeit Auszeit

Für viele Dinge im Leben brauchen wir Kraft. Nicht nur äußere, physische Kraft, sondern auch die innere Kraft – genannt Seelenstärke oder Resilienz. Aus ihren Quellen schöpfen wir, um die Herausforderungen und Krisen des Lebens zu meistern. Die gute Nachricht ist: Wir alle haben von Kindheit an eine verborgene Kraftquelle in uns. Einen starken Selbsterhaltungstrieb und ein großes Bedürfnis, uns weiterzuentwickeln. Das sieht man an Kindern, die laufen lernen. Mit enormer Anstrengung und einem felsenfesten Willen erzwingen sie den aufrechten Gang: fallen, aufstehen, fallen, aufstehen, bis es klappt.

Als Erwachsener ist uns der Zugang zu unserer Kraftquelle oft versperrt, weil wir verlernt haben, auf unsere Gefühle zu hören. Umso mehr sehnen wir uns in einer Welt, die immer komplizierter wird, nach Halt und Orientierung, nach etwas, das trägt, um mit den Anforderungen des Daseins fertig zu werden. Nach einem Kompass, der bei Entscheidungen hilft, und der Fähigkeit, Niederlagen wegzustecken und optimistisch zu bleiben.

Sich und andere zu bewerten, kostet Kraft

Ein Weg dorthin ist, herauszufinden, was wir selbst wirklich wollen und wer wir sind. Der Hirnforscher Gerald Hüther empfiehlt als Einstiegsübung, genau zu beobachten, ob man das sagt, was man wirklich denkt. Das kann für manchen schon eine große Herausforderung sein, denn viele haben sich aus den Augen verloren, weil sie nur noch darauf achten, was andere denken könnten. Dabei sollte man nicht vergessen, gnädig zu sein – mit sich und anderen. Nicht immer alles zu bewerten, denn das kostet Kraft. Stattdessen mit sich in Einklang zu kommen. Pausen einlegen, kleine Auszeiten schaffen. Die Krafträuber aus seinem Leben streichen. Und sich mit schönen Dingen, guten Erinnerungen und netten Menschen selbst wieder neue Kraft zu schenken.

So finden Sie zurück zu innerer Stärke

Das Schreiben eines Impuls-Tagebuches kann dazu einladen, sich und seinen Kraftquellen auf die Spur zu kommen. In wenigen Worten oder Sätzen schreibt man auf, wie bestimmte Dinge, Begegnungen oder Situationen erlebt wurden. Doch wie und wo anfangen? Unser Tipp ist es, sich konkreten Fragen oder Aufgaben in diesem Tagebuch zu widmen, die so zum Schreiben den nötigen Impuls geben können: Was schenkt mir Kraft? Was raubt mir Kraft? Wie gehe ich mit Druck um? Was tut mir gut?

Oft verändert ein Perspektivwechsel die Wahrnehmung und schenkt einen neuen Blick. So findet man zurück zu seiner inneren Stärke und wird sich ihrer wieder mehr bewusst. Ein Tagebuch muss auch nicht – wie der Name es sagt – täglich gefüllt werden. Ist das tägliche Schreiben zu viel, kann dies auch wöchentlich oder nach bestimmten Ereignissen und Begebenheiten geschehen. Wichtig ist: Aufschreiben, was bewegt. An einem Tag in der Woche, beispielsweise am Sonntagabend, notiert man die Dinge, die einen in der Rückschau besonders in Erinnerung geblieben sind. Das können große und kleine Erlebnisse, Gedanken oder Eindrücke sein.

Dieses Impuls-Tagebuch kann Ihnen beim Anfangen helfen:

Eine schriftstellerische Begabung ist nicht notwendig. Auch spielt es keine Rolle, ob man seine Eintragungen am liebsten als Stichworte, in kurzen Sätzen oder kleinen Texten verfasst. Jeder führt sein Tagebuch so, wie er es am liebsten möchte, und schenkt sich damit ein kleines Ritual: auf dem Weg zu seiner inneren Kraft.

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