Trauer am Arbeitsplatz: Verstehen und menschlich begleiten
Trauer am Arbeitsplatz betrifft uns alle. Das Buch von Petra Sutor vermittelt Wissen, Sicherheit und konkrete Hilfestellungen für einen achtsamen Umgang mit Betroffenen.
Trauer AchtsamkeitEin Anruf verändert alles. Eine Kollegin verliert ihren Partner, ein langjähriger Mitarbeiter stirbt plötzlich oder ein Team muss mit einem schweren Schicksalsschlag umgehen. Solche Situationen gehören zum Leben – und damit auch zum Arbeitsalltag. Doch genau dann fühlen sich viele Führungskräfte, Personalverantwortliche und Kolleginnen und Kollegen hilflos: Was soll man sagen? Was hilft wirklich? Und wie kann ein Unternehmen angemessen reagieren?
Mit ihrem praxisnahen Buch »Trauer am Arbeitsplatz« zeigt Petra Sutor, wie Unternehmen einen menschlichen und zugleich professionellen Umgang mit Trauer entwickeln können. Basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung in der psychosozialen Beratung und Trauerbegleitung vermittelt sie fundiertes Wissen, konkrete Handlungsempfehlungen und sofort umsetzbare Strategien für den Ernstfall.
Die Autorin erklärt verständlich, wie Trauerprozesse verlaufen, welche Bedürfnisse Betroffene haben und warum Sprachlosigkeit oft zusätzlichen Schmerz verursacht. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie Führungskräfte, Teams und Personalabteilungen Sicherheit gewinnen, sinnvoll kommunizieren und eine nachhaltige Trauerkultur im Unternehmen etablieren können. Themen wie Kondolenz, Wiedereingliederung, Krisenpläne, Suizid, Fehlgeburten, pflegende Angehörige oder der Tod am Arbeitsplatz werden sensibel und praxisnah behandelt.
Wie kann ich trauernde Kolleginnen und Kollegen unterstützen?
| ● Besonders wichtig ist es, nicht in Sprachlosigkeit zu verfallen. Fragen Sie nach, was Sie tun können. Holen Sie den Trauernden gegebenenfalls aus der Isolation. Viele sprechen aus Angst, etwas Falsches zu sagen, die Trauernden erst gar nicht an. Das Ignorieren und Schweigen beschreiben Hinterbliebene jedoch oft als einen der schlimmsten Momente im Trauerprozess. |
| ● Sie müssen nicht die perfekten Worte finden! Aber Sie sollten zuhören und für Entlastung sorgen, indem Sie Aufgaben umverteilen und personelle Unterstützung einbinden. |
| ● Wiedereingliederungsangebote, Auszeiten, aber auch finanzielle Unterstützung können trauernden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Druck in vielerlei Hinsicht nehmen. |
| ● Holen Sie sich, wenn nötig, professionelle Unterstützung durch Trauerbegleiter für Ihr Teammitglied oder für sich selbst. Niemand muss in einer solchen Situation alleine zurechtkommen. |
| ● Trauerprozesse sind individuell und dauern oft länger als erwartet. Wer Raum dafür bekommt, geht aber meist deutlich gestärkt aus dieser schweren Lebenskrise hervor. Trauer ist nicht linear; sie geht durch viele Höhen und Tiefen. Haben Sie Verständnis dafür, wenn auch nach vermeintlich längerer Zeit der Trauerprozess noch nicht abgeschlossen ist. |
| ● Fragen Sie auch nach einigen Wochen oder Monaten nach, wie es den Betroffenen mittlerweile geht und ob sie weitere Unterstützung benötigen. |
Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Abonnieren Sie hier unseren Newsletter und erhalten Sie jede Woche weitere interessante Impulse, Geschichten und Rezepte.
