In der 2. Lebenshälfte wieder zu sich selbst finden

Die zweite Lebenshälfte bedeutet für Frauen nicht das Ende, sondern vor allem ein neues Gefühl von Freiheit, so verspricht es uns Ingrid Riedel in ihrem neuen Buch

Lebenshilfe Ermutigung Hoffnung

Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, graue Haare und nachlassende Körperspannung – all das wird mit den Wechseljahren verbunden. Kein Wunder also, dass die meisten jüngeren Frauen nicht gerne an diese Lebensphase denken und dass sie auch bei Betroffenen jahrzehntelang kein beliebtes Gesprächsthema war. Doch das hat sich geändert, zum Glück! Die erfahrene Analytikerin und Psychotherapeutin Ingrid Riedel berichtet in ihrem Buch »Vom Geheimnis der zweiten Lebenshälfte« von den Gefühlen und Gedanken vieler Frauen jenseits der 40. Ohne körperliche Beschwerden, Verlustgefühle und die Traurigkeit über das Ende einer wichtigen Lebensphase zu verschweigen, ermöglicht sie einen gelassenen, auch optimistischen Blick auf die zweite Lebenshälfte. So steht am Anfang die Frage, ob mit dem Ende der Fruchtbarkeit nicht auch die Entlassung in neue Freiheiten kommt – und das tut sie, wie die weiteren Kapitel zeigen.

Warum es sich mit 60 leichter lebt als mit 30

Der Untertitel des Buches verspricht aber noch mehr. »Frauen finden zu sich selbst« lautet er, und genau das ist es, was Ingrid Riedel bei vielen Frauen in ihren 40er, 50er, 60er und darüber hinaus beobachtet hat: Dass sich mit dem Wegfall bestimmter Rollen und mit dem bewussten Nachdenken über die Frage »Was will ich (noch)?« neue Perspektiven öffnen, auf die Frauen sich durchaus freuen können. Und so ist es kein Wunder, dass viele Frauen mit 60 zufriedener sind als mit 30.

 »Vom Geheimnis der zweiten Lebenshälfte« ist eine gute Vorbereitung auf und ein freundlicher Begleiter in ein Land, das frau nicht freiwillig, aber unweigerlich bereisen wird. Die vielen Berichte von Frauen unterschiedlichen Alters und die tiefgehenden Beobachtungen und Analysen der Autorin machen klar, dass Frauen sich vor der 2. Lebenshälfte nicht fürchten müssen. Im Gegenteil: auf sie wartet eine Lebenszeit, in der es mit Mut zur Wandlung viel Neues zu erfahren und zu entdecken gibt.

© Privat

Ingrid Riedel

Dr. Ingrid Riedel, Jung’sche Analytikerin, promovierte Theologin und Germanistin, Honorarprofessorin für Religionspsychologie, ist Psychotherapeutin in eigener Praxis in Konstanz sowie Dozentin und Lehranalytikerin an den C.G. Jung-Instituten Zürich und Stuttgart. Zahlreiche Veröffentlichungen bei Patmos.

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